Streetwear | Medium für die kunstvolle Darstellung sexueller Emanzipation
Was ist eigentlich "kinky"?
Aus dem Englischen: „Knick“ oder „Macke“. Sexuelle Praktiken jenseits des “normalen Sex” der sogenannten Mehrheitsgesellschaft. Es gibt aber keine allgemein anerkannte Definition.
Früher waren hauptsächlich BDSM-Anhänger*innen und Fetischist*innen “kinky”. Heute ist “kinky” mehr und mehr Lifestyle und das auch über die Subkultur hinaus - z.B. in der Mode. Und Mode ist - wie auch Kunst - schon immer ein Indikator für den Zeitgeist...
Und "Sexpositivity"?
Wenn “Kink” die Praxis ist, ist “Sexpositivity” die theoretische Grundlage dafür. Synonym für “sexuelle Toleranz”. “Sexpositivity” bedeutet, dass man seine eigene, und die Sexualität anderer vorbehaltlos akzeptiert. Kommt ursprünglich aus der Frauenbewegung der 70er, die sich in der weitgehend patriarchalen Gesellschaft damals für eine gleichberechtigte Sexualität einsetzte.
Heute ist Sexpositivity die Bezeichnung für eine gesellschaftliche Strömung, die es ermöglicht, die eigene, authentische Sexualität zu entdecken und zu leben.
Von innen nach außen
Proud to be different - und "K" wie Kink
Die eigene sexuelle Identität ist eine Reise, die oft im Stillen beginnt. Es ist ein innerer Prozess des Erwachens, bevor wir den Mut finden, nach außen zu treten und uns voll und ganz zu uns selbst zu bekennen. Manchmal ist dieser Weg mühelos, doch allzu oft ist er voller Hürden und Komplikationen – besonders, wenn Neigungen, Vorlieben und Identitäten von den Erwartungen der sogenannten Mehrheitsgesellschaft abweichen. Doch jeder Mensch, der diesen Pfad zur sexuellen Selbstbestimmung beschreitet und bewältigt, hat allen Grund zum Stolz. Unsere Logo-Spirale symbolisiert diese innere Entwicklung, die wir alle durchleben.
Streetwear with Attitude
Das T-Shirt beginnt seine Karriere zunächst unsichtbar als Unterhemd und „Leibchen“ im 19. Jahrhundert. In den 1950ern machen Kinostars wie Marlon Brando und James Dean das T-Shirt populär. In den 1970ern setzt die britische Mode-Punkerin Vivien Westwood (Photo) als erste Designerin das T-Shirt wie ein Protestplakat ein. Spätestens seit den 1980ern ist das T-Shirt unverzichtbarer Teil der Popkultur - als Kleidungsstück für jeden Typ, für jeden Anlass, universell.
Von der Kutte zum Kult
Einen Hoodie trägt man schon im Mittelalter. Die Mönche des 12. Jahrhunderts ziehen sich vor dem Beten die "Hood" ihrer Kutte über den Kopf. In den 1930ern entwirft der New Yorker Hersteller "Champion" den Kapuzenpulli als funktionale Kleidung für die Arbeiter*innen in Kühlhäusern. Bald danach tragen immer mehr Sportler*innen einen Hoodie. In den 1970ern macht der Hiphop die Streetwear zu seinem Markenzeichen. In den 1990ern steigt der Hoodie in die Premiumklasse auf: Ralph Lauren und Tommy Hilfiger adaptieren den Style für ihre Mode.
Inzwischen ist auch der Hoodie "politisch": 2012 findet in New York der "Million Hoodie March" (Photo) als Protest gegen die Diskriminierung von Schwarzen statt.